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Der Neue Tag, 09.09.2008 
Weiden

"Kreisverband des Roten Kreuzes auch als Gesundheitsdienstleister im betreuten Fahrdienst zertifiziert"

Weiden. (hcz) Als Bundestagsabgeordneter sorgte Landrat Simon Wittmann einst dafür, dass Qualitätsmanagement und Zertifizierung für Dienstleistungen eingeführt wurden. Nun darf er die Früchte ernten, denn als Vorsitzender des Rotkreuz-Kreisverbands Weiden und Neustadt/WN konnte er an BRK-Mitarbeiter die Urkunden für Qualitätsmanagement im "betreuten Fahrdienst" überreichen.

Als "Gesundheitsdienstleister" müsse das BRK den steigenden Anforderungen und Ansprüchen der Patienten gerecht werden und gleichzeitig den Bestrebungen der Kostenträger nach wirtschaftlich effizienter Leistung folgen, stellte Rettungsdienstleiter Peter Lischker fest. Bereits 2003 setzte das BRK die international anerkannte Qualitätsnorm ISO 9001 im Rettungsdienst um. Anfang 2007 wurde beschlossen, das Qualitätsmanagement im "betreuten Fahrdienst" zu etablieren.

Große Fleißarbeit

Neben den Belastungen des täglichen Dienstes hätten die Mitarbeiter also als zusätzliche Herausforderung die Erstellung von Handbüchern meistern müssen. In diesen sind sämtliche Handlungsabläufe, interne Regelungen, Verhaltensweisen und Dokumentationspflichten beschrieben. Sie können von den Patienten und von Krankenkassen eingesehen werden und machen alle Qualitätsstandards überprüfbar.

Im kontinuierlichen Verbesserungsprozess wird daran gearbeitet, die Kundenzufriedenheit ständig zu verbessern. Dazu hätten die "hochmotivierten und engagierten Mitarbeiter im Rettungsdienst und im betreuten Fahrdienst" von Anfang an ihr Wissen und ihre Erfahrung eingebracht, lobte Lischker.

Kreisgeschäftsführer Franz Rath berichtete, dass bereits drei BRK-Seniorenheime sowie die Hauskrankenpflege zertifiziert seien. Für ein weiteres Heim sowie die Verwaltung stehe dies demnächst an. Personalratsvorsitzender Martin Putzer sah alle Rotkreuz-Mitarbeiter "in der Pflicht" qualitativ hohe Leistungen zu erbringen und die Zertifizierung als "Ansporn zur weiteren guten Zusammenarbeit" zu sehen.

Urkunden für ihre Teilnahme an einem 300-stündigen Kurs "Leiter Rettungsdienst" erhielten Peter Lischker und Andreas Scheuner. Zum "Dozent in der Erwachsenenbildung" bildete sich Rettungsassistent Jürgen Sollfrank bei der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Regensburg weiter.

 
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